Ollas: Gartenbewässerung mit Tontöpfen

Alte Töpfe neu entdeckt!

Ollas sind keine Neuheit. Im Gegenteil, sie wurden bereits von antiken Zivilisationen wie den Römern, Griechen und Azteken verwendet. Es handelt sich um Behälter aus porösem Ton, die in den Boden eingegraben und mit Wasser befüllt werden.
Durch die besondere Struktur dieser Gefäße dringt das Wasser langsam und gleichmäßig in die Erde ein, wodurch die Pflanzen effektiv mit Wasser versorgt werden, ohne dass etwas verdunstet. Ollas sind eine nachhaltige Bewässerungsmethode, weil sie den Wasserverbrauch minimieren und das Unkrautwachstum unterdrücken. Somit sparst Du sogar Arbeit!
Es gibt Ollas in verschiedenen Größen. Je nach Größe können sie einen gewissen Umkreis bewässern. Man kann sie sogar selber bauen und sich ein tolles DIY-Bewässerungsprojekt daraus zaubern.
Dazu benötigt man zwei einfache Tontöpfe. Aber Achtung, sie dürfen nicht glasiert werden. Mit einem geeigneten Kleber kannst Du die Töpfe verbinden. Also, wenn du Lust hast, etwas selber zu machen, dann los!

So habe ich es gemacht!

Ich habe mich entschieden, neue zu kaufen und diese einmal auszuprobieren. Die Ollas, die ich im letzten Jahr verwendet habe, haben ein Fassungsvermögen von 6,5 Litern. Ich habe sie in mein kleines, erhöhtes Beet mit den Maßen 120 × 80m eingegraben, ganz in die Mitte. Laut Hersteller, sollten sie die Pflanzen auf dieser Fläche gut mit Wasser versorgen! Wichtig! Die Öffnungen der Ollas sollte man mit einem Deckel abdecken. So kommt keine Verunreinigung in die Töpfe! Im Winter nimmt man die Ollas ganz einfach wieder aus dem Beet, damit sie nicht kaputt frieren.

Schritt für Schritt:

  1. Ollas einbuddeln. Der Hals sollte ein paar Zentimeter aus der Erde schauen!
  2. Beet bepflanzen. Achte darauf, dass Aussaaten & kleine Pflänzchen am Anfang extra Wasser benötigen!
  3. Olla befüllen. Dazu kannst Du einen Gießkanne verwenden.
  4. Öffnung abdecken! Ich habe alte Glasdeckel oder kleine Schalen verwendet!
  5. Regelmäßig kontrollieren ob noch Wasser drin ist. Mind. einmal in der Woche!

Ich bin begeistert, denn in den heißesten Zeiten im Sommer musste ich die Ollas eigentlich maximal zweimal in der Woche füllen. In der Regel, habe ich sie nur einmal in der Woche neu befüllt!

Achtung bei Aussaaten & kleinen Pflänzchen!

Natürlich muss man hier darauf achten, dass man Jungpflanzen, also alles, was noch kurze Wurzeln hat oder ausgesät wurde, von oben bewässert. D.h. hier kommt die Gießkanne noch einmal zum Einsatz oder der Gartenschlauch. Aber wenn die Pflanzen einmal Fuß gefasst haben, funktioniert es mit den Ollas sehr, sehr gut.

Als es so richtig heiß und trocken war, habe ich den Pflanzen die eher am Rand des Beetes standen hin und wieder gewässert. Das heißt, trotz tollem System: Augen auf und schau wie es Deinen Pflanzen geht!

Vorteile zusammengefasst:

  • Nachhaltiges Bewässerungssystem
  • Spart Wasser und Zeit
  • die Pflanzen bekommen nur so viel Wasser wie nötig
  • Reduziert das Unkrautwachstum
  • Besteht aus einem nachhaltigen Material

Ein paar Nachteile gibt es auch: Sie kosten etwas Geld. Die Ollas, die ich bestellt habe, waren zu dritt in einem Paket mit einem Fassungsvermögen von je 6,5 Litern und haben knapp 150 € gekostet. Das ausbuddeln im Winter empfinde ich jetzt nicht als Problem, da man ja auch andere Bewässerungssysteme wegräumt. Sie sind ganz schnell ausgegraben, und dann kann man auch noch einmal sehen, wie schön die Wurzeln tatsächlich an dieses Gefäß herangewachsen sind!

Fazit!

Ollas bieten eine einfache und nachhaltige Methode zur Bewässerung Deiner Pflanzen, indem sie Wasser langsam und gleichmäßig an die Wurzeln abgeben. Sie helfen dabei, Wasser zu sparen, das Beikrautwachstum zu reduzieren und unsere Pflanzen optimal zu versorgen. Wir sparen also Zeit und Wasser! Mit Ollas kannst Du eine grünere und gesündere Umgebung in Deinem Garten schaffen. Kleines Manko ist der Preis, aber der lässt sich mit DIY – Ollas sicher noch reduzieren.

Was Du sonst noch bei der nachhaltigen Gartenbewässerung beherzigen solltest kannst Du in diesem Artikel nachlesen.

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